Allgemeine Geschäftsbedingungen
Stand: 4.7.2026
§ 1 Geltungsbereich, Vertragspartner
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB") gelten für alle Verträge zwischen dem Anbieter (siehe Impressum, nachfolgend „Anbieter" oder „wir") und seinen Kunden (nachfolgend „Kunde" oder „Sie") über die Nutzung der SaaS-Anwendung qm².io unter der Domain app.qm2.io.
(2) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Allgemeine Geschäftsbedingungen des Kunden werden nur dann und insoweit Vertragsbestandteil, als der Anbieter ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zugestimmt hat.
(3) Das Angebot richtet sich sowohl an Verbraucher (§ 13 BGB) als auch an Unternehmer (§ 14 BGB).
§ 2 Vertragsgegenstand
(1) Der Anbieter stellt dem Kunden für die Vertragslaufzeit eine SaaS-Anwendung zur Verwaltung von Mietobjekten als Software-as-a-Service zur Verfügung. Der konkrete Funktionsumfang ergibt sich aus dem vom Kunden gewählten Plan (siehe Preise) und der Produktbeschreibung zum Zeitpunkt der Buchung.
(2) Die Anwendung wird über das Internet als „Software-as-a-Service" bereitgestellt. Eine Überlassung der Software auf einem Datenträger oder zum Download erfolgt nicht.
(3) Der Anbieter ist berechtigt, den Funktionsumfang der Anwendung weiterzuentwickeln und anzupassen. Wesentliche Leistungseinschränkungen werden dem Kunden mit angemessener Frist (mindestens 30 Tage) per E-Mail angekündigt; in diesem Fall hat der Kunde ein Sonderkündigungsrecht.
§ 3 Vertragsschluss, Registrierung
(1) Die Darstellung der Leistungen auf der Website stellt kein bindendes Angebot, sondern eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots dar.
(2) Der Vertrag kommt durch Registrierung des Kunden in der Anwendung und Bestätigung durch den Anbieter zustande. Im Free-Plan ist die Nutzung kostenlos. Ein kostenpflichtiger Vertrag kommt durch Buchung eines bezahlten Plans über das integrierte Stripe-Checkout zustande; die Bestätigung erfolgt unmittelbar nach erfolgreicher Zahlung per E-Mail.
(3) Der Kunde sichert zu, bei der Registrierung wahrheitsgemäße und vollständige Angaben zu machen und diese im Falle einer Änderung unverzüglich zu aktualisieren.
§ 4 Preise und Zahlungsbedingungen
(1) Es gelten die zum Zeitpunkt der Buchung in der Anwendung angegebenen Preise. Sämtliche Preise verstehen sich inklusive der gesetzlichen Umsatzsteuer.
(2) Die Abrechnung erfolgt monatlich oder jährlich im Voraus. Die Zahlung wird über unseren Zahlungsdienstleister Stripe Payments Europe Ltd. abgewickelt. Akzeptierte Zahlungsmittel werden im Stripe-Checkout angezeigt.
(3) Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, den Zugang zum kostenpflichtigen Funktionsumfang nach Mahnung mit angemessener Frist zu sperren. Gesetzliche Verzugszinsen bleiben unberührt.
(4) Der Anbieter kann die Preise mit einer Frist von 30 Tagen vor Beginn einer neuen Abrechnungsperiode anpassen. Im Falle einer Erhöhung steht dem Kunden ein Sonderkündigungsrecht zum Wirksamwerden der Erhöhung zu.
§ 5 Leistungsumfang, Verfügbarkeit
(1) Der Anbieter bemüht sich um eine Verfügbarkeit der Anwendung von 99 % im Jahresmittel. Nicht in die Verfügbarkeit fallen geplante Wartungsfenster sowie Ausfälle, die der Anbieter nicht zu vertreten hat (höhere Gewalt, Ausfall von Vorlieferanten, Internet-Störungen außerhalb des Verantwortungsbereichs).
(2) Geplante Wartungen werden, soweit möglich, in nutzungsschwache Zeiten gelegt und mit angemessenem Vorlauf in der App angekündigt.
(3) Die KI-gestützte Belegerkennung ist eine optionale Hilfsfunktion; ihre Genauigkeit hängt von der Qualität der Eingangsdaten ab. Die Verantwortung für die Korrektheit der gebuchten Daten liegt beim Kunden.
§ 6 Pflichten des Kunden
(1) Der Kunde verpflichtet sich,
- seine Zugangsdaten geheim zu halten und vor unbefugtem Zugriff Dritter zu schützen;
- den Anbieter unverzüglich zu informieren, wenn der Verdacht missbräuchlicher Nutzung besteht;
- nur Daten in die Anwendung einzustellen, zu deren Verarbeitung er berechtigt ist;
- keine Inhalte einzustellen, die gegen geltendes Recht oder Rechte Dritter verstoßen;
- keine Maßnahmen zu ergreifen, die die Funktionsfähigkeit der Anwendung beeinträchtigen oder gefährden (z. B. Lastangriffe, Reverse Engineering).
(2) Soweit der Kunde personenbezogene Daten Dritter (insb. Mieter, Bewerber, Lieferanten) in die Anwendung einstellt, ist er der datenschutzrechtlich Verantwortliche und verpflichtet sich, alle datenschutzrechtlichen Pflichten eigenständig zu erfüllen.
(3) Der Kunde ist verpflichtet, regelmäßig eigene Sicherungskopien der von ihm eingegebenen Daten anzufertigen. Empfehlung: monatlicher Datenexport über die in der App bereitgestellte Funktion.
§ 7 Nutzungsrechte
(1) Mit Vertragsabschluss erhält der Kunde für die Dauer des Vertrags ein einfaches, nicht ausschließliches, nicht übertragbares und nicht unterlizenzierbares Recht zur bestimmungsgemäßen Nutzung der Anwendung im Rahmen des gewählten Plans.
(2) Eine Weitergabe der Zugangsdaten an Dritte sowie eine Nutzung außerhalb des vereinbarten Zwecks (z. B. Wiederverkauf des Zugangs) sind nicht gestattet. Pro Plan dürfen nur die im jeweiligen Plan vorgesehenen Benutzer angelegt werden.
§ 8 Auftragsverarbeitung
Soweit der Kunde im Rahmen der Nutzung personenbezogene Daten Dritter verarbeitet, handelt der Anbieter als Auftragsverarbeiter gemäß Art. 28 DSGVO. Der Anbieter stellt dem Kunden auf Anforderung einen entsprechenden Auftragsverarbeitungsvertrag zur Verfügung. Der Auftragsverarbeitungsvertrag hat im Verhältnis zu diesen AGB Vorrang in datenschutzrechtlichen Angelegenheiten.
§ 9 Haftung
(1) Der Anbieter haftet uneingeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, sowie für Schäden, die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung beruhen, sowie nach den Vorschriften des Produkthaftungsgesetzes.
(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf — sog. Kardinalpflichten) ist die Haftung des Anbieters auf den vertragstypisch vorhersehbaren Schaden begrenzt.
(3) Im Übrigen ist die Haftung — insbesondere für mittelbare Schäden, entgangenen Gewinn, Datenverlust und ausgebliebene Einsparungen — ausgeschlossen, soweit dies gesetzlich zulässig ist.
(4) Hinweis zur KI-Belegerkennung: Die Belegauswertung erfolgt über die Schnittstelle eines externen KI-Anbieters (OpenAI). Der Anbieter übernimmt keine Gewähr für die inhaltliche Richtigkeit der KI-Auswertung. Die Letztkontrolle und buchhalterische Verantwortung für jede einzelne Buchung obliegt ausschließlich dem Kunden.
(5) Datensicherung: Der Kunde ist verpflichtet, eigene Backups anzufertigen. Bei Datenverlust haftet der Anbieter nur für den Aufwand, der bei ordnungsgemäßer Datensicherung durch den Kunden zur Wiederherstellung erforderlich gewesen wäre.
§ 10 Laufzeit und Kündigung
(1) Kostenpflichtige Pläne werden monatlich oder jährlich abgerechnet. Der Vertrag verlängert sich automatisch um die jeweils gewählte Abrechnungsperiode, sofern er nicht mit einer Frist von einem Tag vor Ablauf der laufenden Periode gekündigt wird.
(2) Die Kündigung ist jederzeit zum Ende der laufenden Abrechnungsperiode möglich — direkt im Customer-Portal in der App oder formlos per E-Mail an [email protected].
(3) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für den Anbieter insbesondere bei wiederholten oder schwerwiegenden Pflichtverstößen des Kunden vor.
(4) Nach Vertragsende stellt der Anbieter dem Kunden für 30 Tage einen Datenexport zur Verfügung. Anschließend werden die Daten innerhalb weiterer 30 Tage gelöscht, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungsfristen entgegenstehen.
§ 11 Widerrufsrecht für Verbraucher
Verbrauchern steht im Falle eines Fernabsatzvertrags ein gesetzliches Widerrufsrecht nach § 355 BGB zu. Über die Einzelheiten informiert die folgende Widerrufsbelehrung:
Widerrufsbelehrung
Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen. Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag des Vertragsschlusses.
Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns (qm².io, Im Sionstal 29, 50678 Köln, E-Mail: [email protected]) mittels einer eindeutigen Erklärung (z. B. ein mit der Post versandter Brief oder E-Mail) über Ihren Entschluss informieren. Sie können dafür das beigefügte Muster-Widerrufsformular verwenden, das jedoch nicht vorgeschrieben ist.
Vorzeitiges Erlöschen des Widerrufsrechts: Bei einem Vertrag über die Lieferung digitaler Inhalte erlischt das Widerrufsrecht, wenn Sie ausdrücklich zugestimmt haben, dass mit der Ausführung des Vertrags vor Ablauf der Widerrufsfrist begonnen wird, und Sie Ihre Kenntnis davon bestätigt haben, dass Sie durch Ihre Zustimmung mit Beginn der Ausführung des Vertrags Ihr Widerrufsrecht verlieren (§ 356 Abs. 5 BGB).
§ 12 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Bei Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur insoweit, als nicht der gewährte Schutz durch zwingende Bestimmungen des Rechts des Staates, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, entzogen wird.
(2) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus Vertragsverhältnissen zwischen den Parteien Köln.
(3) Wir sind nicht bereit oder verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.
(4) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, so bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmungen treten die gesetzlichen Vorschriften.
(5) Änderungen dieser AGB werden dem Kunden mit einer Frist von mindestens 30 Tagen per E-Mail angekündigt. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb von 30 Tagen nach Zugang der Änderungsmitteilung, gelten die geänderten AGB als angenommen. Auf diese Folge weist der Anbieter den Kunden in der Änderungsmitteilung gesondert hin. Im Falle des Widerspruchs ist der Anbieter berechtigt, den Vertrag zum Wirksamwerden der Änderungen zu kündigen.